Wohnungsnot trifft insbesondere Menschen mit Behinderung

Die allgemeine Wohnungsknappheit in Deutschland trifft insbesondere Menschen mit Behinderung", warnt ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung.

(16.01.2018) "Menschen mit Behinderung haben zunächst Probleme, überhaupt eine Wohnung zu finden. Daher sind sie darauf angewiesen, eine Wohnung über einen sozialen Träger anzumieten." Das sei normalerweise kein Problem,wenn nicht wie derzeit insbesondere in Großstädten häufig Mietverträge mit sozialen Einrichtungen von den Eigentümern gekündigt würden, um diese gewinnbringend zu veräußern oder höherpreisig zu vermieten.

Kein Kündigungsgrund erforderlich

Die Kündigungen seien möglich, da die Mietverträge mit den sozialen Trägern von den Gerichten grundsätzlich als Gewerbemietverträge eingestuft würden, womit auch kein Kündigungsgrund erforderlich sei.

Risiko von Obdachlosigkeit

"Dieser gesetzlich unzureichende Schutz von Menschen mit Behinderung im Kampf um Wohnungen und Mietpreise ist untragbar und widerspricht jeglichem Gebot der Menschlichkeit", macht der Bundesgeschäftsführer deutlich. "Das Risiko von Obdachlosigkeit für Menschen mit Behinderung muss deshalb dringend durch eine Gesetzesänderung verringert werden", fordert Bauch abschließend. (ro) 

Die Wohnungsnot trifft insbesondere Menschen mit Behinderungen, warnt ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch. (Foto: David Maurer I Lebenshilfe)