Projekte fördern die Kreativität der Besucher

Die elementaren, therapeutischen und lebenspraktischen Angebote stehen im Mittelpunkt der Arbeit in den Fördergruppen. Daneben profiltieren die Besucher auch von arbeitsweltbezogenen Angeboten. Dies kann die Beteiligung an Fertigungsaufträgen ebenso sein wie die Mitarbeit an einmaligen Projekten.    

Von Peter Behr

(28.10.2019) Um den Besuchern der Förderwerkstatt neben den üblichen Angeboten in den lebenspraktischen, sozialen, elementaren und musisch-kreativen Bereichen auch die Arbeitswelt beziehungsweise arbeitsweltbezogene Tätigkeiten in vielfältiger Art und Weise zu erschließen, wurde die Idee der Projektarbeit geboren. Die Grundidee war, dass sich jeder Fördergruppenbesucher nach seinen Möglichkeiten an den Projekten beteiligen kann. Die Teilnahme sollte für jeden Besucher der Fördergruppen offen aber auch freiwillig sein.
Jede der drei existierenden Gruppen überlegte sich ein entsprechendes Projekt. Der Gruppenleiter war gleichzeitig auch der zuständige Projektleiter und so für die Planung und Durchführung seines Projekts verantwortlich.

Drei Gruppen - drei Projekte

Die erste Gruppe unter Leitung von Peter Behr wollte den Innenhof, welcher schon in die Jahre gekommen war, neu gestalten und auch als Aufenthalts- und Begegnungsstätte nutzbar machen. Die zweite Gruppe unter Leitung von Serjoscha Gerlach hatte den Wunsch, die große Terrasse mit Palettenmöbeln zu bestücken und so einen Treffpunkt für alle Besucher zu schaffen. Gruppe Nummer drei unter Leitung von Alex Müller entschied sich für die Herstellung von verschiedenen Kräuterregalen, welche ebenfalls aus Holzpaletten gefertigt werden sollten.

Kies geschaufelt und Paletten transportiert

Die Tätigkeiten, die sich aus diesem Vorhaben ergaben waren vielfältig. Es wurde Kies geschaufelt, Bretter und Paletten mussten transportiert, geschliffen und gestrichen werden. Es wurde konstruiert, genagelt und geschraubt. Dabei war natürlich, neben handwerklichem Geschick, auch Teamarbeit gefragt. Nahezu jeder wollte und konnte sich einbringen und sich ganz nebenbei mit den Erfordernissen des Arbeitsschutzes vertraut machen. Die Resonanz der Besucher war riesig, und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Ganz klar, dass dies keine einmalige Sache war: Die nächsten Projekte für 2020 sind bereits in Planung. Man darf gespannt sein.